Zum 11. Mal geht der Run for Life an den Start, und dafür sage ich zunächst einmal den Organisatoren und allen, die mit dabei sind bei diesem Benefizlauf im Englischen Garten zugunsten der Münchner Aids-Hilfe, meinen ausdrücklichen Dank.
Denn trotz des medizinischen Fortschritts, der den Betroffenen heute, über ein Vierteljahrhundert nach den ersten Aids-Fällen in Deutschland, eine deutlich längere Lebensspanne und eine verbesserte Lebensqualität ermöglicht, gibt es keinerlei Grund zur Sorglosigkeit, nach wie vor ist die Immunschwächekrankheit Aids unheilbar und tödlich!
Nicht Entwarnung, sondern eine Schärfung des Problembewusstseins, noch mehr Aufklärung und Prävention und noch mehr Hilfe und solidarischer Beistand für die Betroffenen ist daher angesagt, auch und gerade in München. Über 1.100 Menschen sind hier bereits an Aids gestorben, über 700 Münchnerinnen und Münchner sind derzeit daran erkrankt, schätzungs-weise mehr als 5.000 sind HIV-infiziert, und jährlich kommen 150 – 200 Infizierte hinzu.
Initiativen wie der Run for Life sind vor diesem Hintergrund gar nicht hoch genug einzuschätzen. Gleich auf zweifache Weise gibt diese Aktion ein leuchtendes Beispiel und Vorbild: Zum einen setzt sie ein Zeichen gegen Verharmlosung und Gleichgültigkeit, zum anderen wird durch die eingehenden Startgelder und Spenden auch die unverzichtbare Arbeit der Münchner Aids-Hilfe unterstützt, die diese mit großartigem Engagement seit über 25 Jahren erfolgreich leistet.
Gerne habe ich daher auch heuer wieder die Schirmherrschaft übernommen und wünsche dem 11. Run for Life möglichst viele nicht nur lauf-, sondern auch spendenfreudige Teilnehmerinnen und Teilnehmer.